Samstag, 14. März 2009
Wieder was aus'm Wald
Das war Maiden am Dienstag mit einem Lied, das zu Quito passt wie die Faust auf die Nase. War ein Hammerauftritt, wenn die Ecuatorianer auch gut darin waren, ein so einmaliges Ereignis vor allem auf ihrem Handy festzuhalten, anstatt dazu zu feiern. Wir wurden auch gefilmt, weil wir so komische Sachen gemacht haben, zum Beispiel andere Leute geschubst. Zugaben gab es trotzdem ;) Noch spektakulärer war eigentlich das ganze Drumherum, vor allem die typischen ecuatorianischen Strassenverkäufer direkt vor dem Stadion, die da so gar nicht hinpassen wollten, und natürlich der gigantische MAIDEN-Schriftzug, den irgendjemand auf dem Hang des Pichincha, des Hausvulkans von Quito installiert hatte.
Fotos gibt es leider heute noch keine, da der dämliche Kartenleser dieses Internetcafés nichts funktioniert und draussen deutlich zu viel Wasser darniederprasselt, als dass ich die Lokalität zu wechseln bereit wäre. Aber die Tage kommen auch wieder mal ein paar Bilder, versprochen, nicht nur von Maiden.
Gibt ja auch noch die normale Arbeit im Regenwald, welche noch immer hauptsächlich darin besteht, alte Wiederaufforstungsflächen zu registrieren, sprich, zu reinigen, die gepflanzten Bäume (Balsamo, Chuncho, Guayacan, Avio, Cedro, Guarango, etc.) zu finden und nachzumessen, ob und wie sie gewachsen sind. Daneben werde ich jetzt in der letzten verbleibenden Praktikumszeit intensiv an einer Karte aller dieser Flächen arbeiten. Das dazu benötigte ArcGIS wurde inzwischen in Quito aufgetrieben...
Die Station ist übrigens mal wieder gut besetzt, inzwischen sind wir sogar einer mehr, als Betten vorhanden sind, so dass Jonas, der Libellenfreak, ein sehr kompetenter Mensch der beispielsweise weiss, wo man nachts um 4 noch Rum oder alle nur erdenklichen weiteren Dinge auftreiben kann (die billigsten Hängematten weit und breit bekommt man z.B. im Knast in Archidona), im Büro untergekommen ist. Allerdings bleibt er auch nur eine Woche. Auf jeden Fall ist zur Zeit immer recht viel los. Man lasse den Rumkonsum unerwähnt.
Bin dann noch ein oder zwei Wochen hier zu gange, dann wird gereist. Es folgen Fotos!
Mittwoch, 4. März 2009
Sonntag, 1. März 2009
Montag, 16. Februar 2009
Nächste Woche
Freitag, 6. Februar 2009
Mal wieder Fotos!
Der Weg in den Regenwald ist blockiert. DU... KANNST NICHT... VORBEI!!
Beim Abkratzen der Farbreste von dem Baum. Für unsere Ausstellung.
Gruppenfoto der Urbesetzung vor dem Panorama des Regenwaldes (bei den Toursiten-Cabañas).
Julia fällt den Bananenbaum.
Tief im Urwald.
Der Kaiman, bevor er sich mit unserem Boot raufte.
Wir schlagen uns durch den dichten Tieflandregenwald Limoncochas.
Einer der grösseren Bäume.
Auf dem Weg zu den Piranhas...
... welche hier von Steve geangelt werden sollten.
Das Ding war eines Morgens in meinem Schuh. Kann sich verblüffenderweise recht schmal machen und nur wie ein merkwürdiger Fremdkörper wirken.
Lecker CUY!!
Baños (deutsch: Bäder), sehr touristisches Bergstädtchen auf 1.800 Metern Höhe.
Wir fahren Quad!
Bei Annelie tun sich Abgründe auf.
Vor dem wolkenverhangenenen Tungurahua.
Prost!
Annelie geht mir brav aus dem Bild.
Laguna Cuicocha (der Meerschweinchensee).Donnerstag, 29. Januar 2009
Freitag, 23. Januar 2009
Du weisst, dass du Ecuadorianer bist, weil...
Du glaubst, dass Kamillentee fast alles teilt,
Und du glaubst, dass ein gutes Schlueckchen den Rest heilt.
Wenn du reist, hast du immer Provianttuetchen mit Mote (weisser Kochmais) dabei.
"Morgen" bedeutet "Jetzt nicht" oder "Nie".
Wenn eine Hochzeit um acht anfangen soll, kommst du um neun und es ist immer noch keiner da.
Du beschuldigst den Guagua Pichincha (Vulkan in QUito) fuer die Luftverschmutzung.
Du beschuldigst die Reichen fuer den Verkehr.
Du beschuldigst die Armen fuer die Kriminalitaet.
Du beschuldigst die PRE (Partido Roldosista Ecuatoriana, Partei von Bucarám) fuer alles andere.
Du beschuldigst die Gringos fuer den ganzen Rest.
Du hast mehr Vertrauen in einen Raeuber, als in einen Polizisten.
Du hast mehr Vertrauen in einen Polizisten, als in einen Kongressabgeordneten.
Du hast mehr Vertrauen in einen Kongressabgeordneten, als in den Praesidenten.
Du hast mehr Vertrauen in den Praesidenten, als in deine Ehefrau.
Du trinkst eigentliche gerne ein (einheimisches) Pilsener, trotzdem bestellst du importiertes Bier.
Auf dem Tisch in einem Restaurant sind mehr Handys und Beepers als Teller mit Essen.
Du isst Bluwurst und jede Mange andere sehr fettige Fleischgerichte, aber glaubst Hamburger waeren ungesund.
Wenn dir jemand sagt: "Ich ruf dich an", ist dir voellig klar, dass das nie passiert.
Sich Montagsmorgens im Buero krank zu melden ist normal.
Einen 80-jaehrigen Kellner nennst du "Junge", einen 20-jaehrigen nennst du "Alter".
Du nennst alle "Bruder", aber deinen wirklichen Bruder nennst du "Penner".
Du rufst zu jeder Gelegenheit: "Wie Ecuador gibt es kein zweites", wuenschst dir aber, es waere so wie Miami oder New York. Wenn du dann eine Gelegenheit hast, das Land zu verlassen, tust du es, egal zu welchen Bedingungen.
Wenn du dann endlich weg bist, weinst du beim Klang der heimischen Schlager. Und wenn du zurueckkommst, gefaellt dir dein Land nicht mehr, du kommst nur noch zu Besuch, um so schnell wie moeglich wieder abzuhauen.
(OK, die Uebersetzung hat Potential...)

















